Die Kämmerei

Im 15. Jahrhundert wurden die Stadtkämmerer, Gerichtsvogte, Mühlenherren und Akziseherren für die wichtigsten gehalten. Wie man sieht, wurden jene Ratsherren am meisten geschätzt, die viel Geld verwalteten, insbesondere diejenigen, die für große Einnahmen zuständig waren.

Ein jeder Ratsherr hatte feste Verpflichtungen, die mit einem bestimmten Bereich des städtischen Lebens verbunden waren. Die mit der Rechnungsführung und anderen wirtschaftlichen Fragen beauftragten Ratsherren gehörten zur Stadtkämmerei (kemerie) beschäftigt. Später wurde dieser stattliche Raum zum Arbeitszimmer des Bürgermeisters. Zwei der in der Kämmerei ausgestellten Porträts – Königin Christina von Schweden als Kind und König Karl XI in jungen Jahren – sind einst dem Rat geschenkt worden. Andere Gemälde, die ebenfalls schwedische gekrönte Häupter darstellen, gehören zur Kunstsammlung der Schwarzenhäupterbruderschaft.  In der Ecke zum Rathausplatz hin können wir ein Fragment des mittelalterlichen Fußbodens sehen.